Psychische Gesundheit: Erfolgsfaktor der neuen Arbeitswelt

30.5.2022

Hohe Stresslevel, Kündigungswellen, und Höchstständen bei Krankmeldungen: Die sogenannte “Great Resignation” macht es für Unternehmen immer schwerer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer langfristig ans Unternehmen zu binden. Was bedeutet dieser Trend für die Zukunft der Arbeit, und was können Unternehmen um entgegenzusteuern?

Likeminded Redaktion

Inhalt

Mentales Wohlbefinden am Arbeitsplatz von morgen

41 Prozent mehr Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen und eine Ausfalldauer von rund 39,2 Tagen pro psychischem Krankschreibungsfall – das sind nur zwei der traurigen Rekorde aus dem Jahr 2021, von denen die deutsche DAK in ihrem Psychreport 2022 berichtet. Es scheint nicht gut bestellt um unsere Psyche.

Die aktuell so hohen Zahlen mögen auch der Pandemie geschuldet sein, doch zeichnete sich der Trend bereits in den Jahren vor 2020 klar ab. Die Coronakrise hat hier nur verstärkt, was ohnehin schon da war und sich am Arbeitsplatz heute in hohen Stresslevels, Kündigungswellen (Stichwort: Great Resignation) und Höchstständen bei Krankmeldungen äußert.

Was bedeutet das für die Zukunft der Arbeit? Können Unternehmen etwas tun, um den negativen Folgen dieses Trends entgegenzuwirken? Am Ende wird es in Firmen darum gehen, neue gute Mitarbeitende zu finden und bestehende möglichst lange zu halten. Sehen wir uns daher zunächst an, worauf es den Mitarbeitenden von heute und morgen wirklich ankommt.

Junge, gut ausgebildete Mitarbeitende wollen mehr als nur Geld

Dem Kampf um die Besten, dem sogenannten „War for Talents“, kann sich heute kaum mehr ein Unternehmen entziehen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es nicht einfach, die richtigen Leute in die Organisation zu holen. Noch schwieriger ist es, diese in der Organisation über mehrere Jahre hinweg zu halten.

Unternehmen sollten daher möglichst genau wissen, was aktuelle und künftige Mitarbeitende von ihnen erwarten, um am modernen Arbeitnehmermarkt mithalten zu können. Und eines ist klar: Die Talente von morgen, also Millennials und Gen Z, erwarten einiges:

  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • Homeoffice
  • eine gelebte Work-Life-Balance
  • persönliche Weiterentwicklung und vieles mehr.
Die 2 wichtigsten Kriterien, warum sich Gen Z und Millennials für ein Unternehmen entscheiden, sind Work-Life-Balance und die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung

In seiner Gen Z & Millennial Umfrage berichtet Deloitte, dass diese Zielgruppe heute vermehrt auf die gesellschaftlichen und ökologischen Werte ihrer Arbeitgeber achtet: Passen sie zu den eigenen Werten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Arbeitsverhältnis mehr als fünf Jahre hält. Passen sie nicht, wird das Unternehmen meist schon im Auswahlprozess eliminiert.

Als die zwei wichtigsten Kriterien, warum sich Gen Z und Millennials für ein Unternehmen entscheiden, entpuppen sich auch bei der Studie von Deloitte die Work-Life-Balance und die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Das Gehalt scheint für die meisten erst zu einem späteren Zeitpunkt eine größere Rolle zu spielen: Knapp die Hälfte nennt es als Nummer eins Kündigungsgrund, doch bei den Gründen, in einem neuen Unternehmen anzufangen, schafft es das Gehalt nicht einmal unter die Top 3.

Ein attraktives finanzielles Angebot reicht also nicht mehr, um sich als Unternehmen von der Konkurrenz abzuheben. Gefragt sind Benefits, die auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingehen und einen Mehrwert liefern, der über das rein Finanzielle hinausgeht.

Mentales Wohlbefinden als Erfolgsfaktor einer neuen Arbeitswelt

Wo aber setzt man als Unternehmen an? Sieht man sich die zuvor genannten Zahlen über die psychische Gesundheit an, wird klar, dass das mentale Wohlbefinden einer der vielversprechendsten Ansatzpunkt ist. Das passt dann auch zur Erwartungshaltung junger, gut ausgebildeter Talente, von denen sich laut der Studie von Deloitte rund 45 % bei der Arbeit gestresst fühlen und sich mehr Unterstützung wünschen.

Das Stichwort lautet daher Corporate Wellness oder etwas fachlicher: Workplace Health Promotion (WHP), die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.

Mehr Wellness, mehr Produktivität, mehr Zufriedenheit

Wer bei dem Begriff Wellness an Massagen und Gesichtsmasken denkt, liegt in diesem Fall weit daneben – obwohl natürlich nichts dagegen spricht, solche Benefits anzubieten. Wenn wir von Corporate Wellness sprechen, meinen wir aber etwas anderes: Es geht darum, allen Mitarbeitenden die richtigen Tools an die Hand zu geben, damit sie sich um ihr emotionales Wohlbefinden kümmern können.

Dass sich die Förderung der körperlichen Gesundheit am Arbeitsplatz rentiert, ist schon länger in den Unternehmen angekommen und zeigt sich in Angeboten wie:

  • Mitgliedschaften oder Ermäßigungen in Fitnessstudios
  • hauseigenen Sporteinrichtungen
  • ergonomischen Arbeitsplätzen und Schulungen dazu
  • Ernährungsworkshops oder wöchentlichen Yoga- und Pilates-Sessions.

Benefits wie diese gehören schon fast zum Standard-Repertoire eines modernen Unternehmen.

Im Bereich der psychischen Gesundheit sieht es vielerorts anders aus. Zum einen mag das an der Stigmatisierung der Psyche in der Gesellschaft und im Arbeitsumfeld liegen, zum anderen aber auch daran, dass es lange Zeit am Markt nur wenig Angebote in diesem Bereich gab. In den letzten Jahren hat sich Blatt jedoch mit Plattformen wie Likeminded gewendet.

Psychische Erkrankungen sind immer häufiger der Grund für Fehlzeiten und den frühzeitigen Einstieg in das Rentenalter

Und es ist höchste Zeit, sind sich Expert:innen einig. Das deutsche Bundesministerium für Gesundheit schreibt: „Psychische Erkrankungen sind immer häufiger der Grund für Fehlzeiten und den frühzeitigen Einstieg in das Rentenalter. Rund 15 Prozent aller Fehltage gehen auf Erkrankungen der Psyche zurück.

Besondere Brisanz erhalten psychische Erkrankungen auch durch ihre Krankheitsdauer, die mit durchschnittlich 36 Tagen dreimal so hoch ist wie bei anderen Erkrankungen mit 12 Tagen. Dabei sind sämtliche Altersgruppen der Erwerbstätigen betroffen. Deshalb gewinnen Prävention und die Förderung der psychischen Gesundheit als Teil eines nachhaltigen betrieblichen Managements zunehmend an Bedeutung, denn die Gesundheit der Beschäftigten trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen bei.“

Wie mentale Gesundheitsvorsorge im Unternehmen aussehen kann

Mehr als ein Standort, Mitarbeitende im Home- oder Remote-Office, Personal im Außendienst – in einem Unternehmen arbeiten heißt heutzutage nicht immer in ein und demselben Büro sitzen. Viel öfter sind Mitarbeitende über mehrere Orte verteilt und wie sich seit der Pandemie zeigt, schätzen die Menschen diese Flexibilität in Sachen Arbeitsort und -zeit, weshalb sie ihnen viele Unternehmen auch gewähren.

Und genau das macht eine digitale Lösung wie Likeminded so attraktiv. Alle Angebote stehen online und damit von überall aus zur Verfügung – bei Bedarf auch kurzfristig. Das Einzige, was es für den Zugang braucht, sind ein Browser und ein Account, und schon kann sich jede:r sein oder ihr Programm für mentales Wohlbefinden auf Basis der aktuellen persönlichen und beruflichen Herausforderungen selbst zusammenstellen:

Während die Verkäuferin lieber vor dem nächsten Kundentermin eine gezielte Achtsamkeitsübung macht, bevorzugt die Produktionsleiterin ein Einzelgespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin und der Social Media Manager fühlt sich im Gruppenworkshop mit Gleichgesinnten zum Thema Selbstwert am besten aufgehoben.

Auf Likeminded findet jede:r, was für ihn oder sie gerade am besten passt: neben Einzelgesprächen und Gruppenworkshops eben auch Expert:innen-Webinare und eine umfassende Mediathek mit den Audio-, Meditations- und Achtsamkeitsübungen zu den unterschiedlichsten Themen, wie:

  • Stress & Überlastung
  • Entspannung & Schlaf
  • Umgang mit Veränderungen
  • Ängste & Sorgen
  • Harmonische Beziehungen
  • Konflikte am Arbeitsplatz
  • Persönliche Entwicklung
  • Fokus & Motivation

Erste Effekte sehen die meisten Unternehmen rasch: Die Mitarbeiterbindung steigt und die Fluktuation sinkt. Die Krankenstände werden weniger (bei manchen unserer Kunden um bis zu -50 %). Die Motivation und die Produktivität nehmen zu (viele berichten von 4x so produktiven Mitarbeitenden). Dein Unternehmen gewinnt an Attraktivität als Arbeitgeber. Und selbst Investor:innen sehen solche Programme heutzutage sehr gerne.

Es zahlt sich also aus, in die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz zu investieren. Denn am Ende werden sich am Markt die Unternehmen durchsetzen, die ihren Mitarbeitenden eine möglichst ganzheitliche – das heißt auch mentale – Unterstützung anbieten. Für die Zukunft heißt das: Lieber heute investieren als morgen, um langfristig gut aufgestellt zu sein und zu bleiben.

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