So überzeugst du deine:n CEO von Investitionen in mentale Gesundheit

5.12.2023

Die meisten CEOs wissen mittlerweile, dass mentale Gesundheit am Arbeitsplatz einen wichtigen Einfluss auf Mitarbeiterzufriedenheit und -produktivität hat. Geht es jedoch um die Anschaffung konkreter Lösungen zur Förderung der mentalen Gesundheit, zeigen sich viele Führungskräfte noch skeptisch. Um sie zu überzeugen, ist gute Vorbereitung das A und O.

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Editorial Team

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Im folgenden Artikel findest du fünf überzeugende Argumente (inklusive Zahlen und Fakten), die für Investitionen in Programme zur Förderung der mentalen Gesundheit sprechen. Außerdem haben wir für dich Antworten auf fünf klassische Fragen, die CEOs zu dem Thema gerne stellen.

Die Prioritäten und Ziele von CEOs verstehen

CEOs haben die Aufgabe, ein Unternehmen profitabel zu machen. Sie wollen, dass es zukunftsfähig ist und müssen jeden Tag strategische Entscheidungen treffen, um sowohl die Profitabilität als auch die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Wer also möchte, dass ein:e CEO Investitionen in eine Lösung für mentale Gesundheit zustimmt, sollte sich bewusst sein, was der Führungsetage bei solchen Investitionen besonders wichtig ist.

Beim Thema der mentalen Gesundheit ist es zum Glück recht einfach, den positiven Effekt, den zufriedene und resiliente Mitarbeitende auf die Unternehmensziele haben, zu zeigen. Verknüpfe also die Vorteile einer Lösung für mentale Gesundheit mit den Zielen deines/deiner CEO. Überlege dir Antworten auf die Fragen:
- Wie hilft die Lösung dem Führungsteam beim Erreichen seiner Ziele?
- Was haben die Chefs davon?

Besonders gern sehen CEOs Zahlen und Ergebnisse. Es empfiehlt sich also, alle Argumente auch auf Zahlen umzulegen und ein paar Beispielrechnungen anzustellen. Dafür brauchst du zum Beispiel Zahlen und Fakten über die Krankenstandstage und die Fluktuation in deinem Unternehmen, um einerseits zu berechnen, was euch diese Probleme gekostet haben, und andererseits zu zeigen, wie viel ihr euch bestenfalls sparen könntet.

Diese Infos braucht dein:e CEO von dir

Die Kosten und der Implementierungsprozess sind eines der wichtigsten Need-to-knows für dein Führungsteam. Um eine Entscheidung treffen zu können, muss ein:e CEO wissen, welche Budget- und zeitlichen Ressourcen es im Haus kurz- und langfristig braucht.

Lass Zahlen sprechen
Rechne zum Beispiel das erste Jahr durch und zeige, wie hoch die Anschaffungskosten sind, wie viel Zeit HR, Führungskräfte und Mitarbeitende in das Onboarding investieren müssen und wo euch euer Anbieter unterstützt.

Bei einer Präsentation über ein mögliches Programm für die Förderung der mentalen Gesundheit im Unternehmen solltest du der Geschäftsführung einen kurzen Überblick über am Markt verfügbaren Lösungen geben:

-       Welche Lösung(en) kommt für dein Unternehmen in Frage?

-       Welche Formen der Unterstützung bieten sie an?

-       Wie viele Sprachen unterstützen sie?

-       Wie hoch ist die erwartete Nutzungsrate?

Um hier möglichst aktuelle und überzeugende Daten zu präsentieren, kannst du dich schon vorab mit Anbietern wie Likeminded unterhalten.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, stellt zwischen dem geplanten Programm für mentale Gesundheit und bereits bestehenden Initiativen im Unternehmen Bezüge her. 

Vielleicht findest du gute Anknüpfungspunkte in der Nachhaltigkeitsstrategie deines Unternehmens. Oder es gibt Initiativen, die das Führungsteam bereits abgesegnet hat, in die das neue Programm hinein spielt. Gibt es darüber hinaus vielleicht auch weitere interne Stakeholder, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen könnten?

Zusammenfassung: Diese Informationen brauchst du, bevor du mit deinem CEO sprichst

- Aktuelle Herausforderungen im Team bzw. Unternehmen, die mit einer Lösung für mentalen Gesundheit positiv beeinflusst werden können

- Argumente für die Lösung

- Konkrete Angaben zu den benötigten Ressourcen

- Überblick über mögliche Lösungen

- Überblick über die nächsten Schritte

5 Argumente, um eure:n CEO von einer Lösung für mentale Gesundheit zu überzeugen

Im folgenden haben wir fünf Argumente für dich zusammengefasst, die ganz klar für die Anschaffung einer Lösung zur Förderung der mentalen Gesundheit in deinem Unternehmen sprechen. Unter jedem Argument findest du relevante Studienergebnisse und Anregungen für Rechenbeispiele, damit du deine Argumente mit relevanten Zahlen untermauern kannst.

ARGUMENT EINS
Investitionen in die mentale Gesundheit im Unternehmen haben einen positiven ROI.

Dass sich Investitionen in die mentale Gesundheit im Unternehmen rechnen, haben bereits mehrere Studien von Unternehmensberatungen und internationalen Organisationen belegt. Laut WHO ergibt sich zum Beispiel aus jedem investierten US-Dollar ein ROI in Höhe von bis zu 4$. 

Eine auf dich angepasste Einschätzung liefert dir unser ROI-Rechner. Mit dem Ergebnis daraus hast du ein erstes gutes und vor allem für euch relevantes Argument für ein Programm für mentale Gesundheit in deinem Unternehmen.

Da solche Berechnungen am stichfestesten sind, je genauer die Annahmen auf euch zugeschnitten sind, helfen wir dir auch gerne in einem unverbindlichen Beratungsgespräch eine detaillierte und realistische ROI-Rechnung für dein Unternehmen aufzustellen.

 ARGUMENT ZWEI
Je gesünder und zufriedener sich die Mitarbeitenden fühlen, desto seltener sind sie krank.

Geht es den Mitarbeitenden mental nicht gut, sind sie häufiger krank. Psychische Probleme sind der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen (DGPPN 2023). Das kostet Unternehmen jedes Jahr viel Geld. Die Dunkelziffer ist in diesem Bereich vermutlich um einiges höher, da zum einen noch immer nicht überall offen über psychische Belastungen gesprochen wird und zum anderen psychosomatische Beschwerden häufig als rein körperliche Krankheiten erfasst werden. 

Über den Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit und Krankenständen findest du auf unserem Blog auch einen eigenen Artikel.

 

ARGUMENT DREI
Eine bessere mentale Gesundheit am Arbeitsplatz stärkt die Mitarbeiterbindung.

Laut Mindshare (2021) ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeitende kündigen, bei Menschen, die sich am Arbeitsplatz nicht wohlfühlen, gleich drei Mal so hoch. Für viele Betroffene sind mentale Probleme eine enorme Belastung und damit ein Stressfaktor. Der Leidensdruck kann so groß sein, dass Mitarbeitende ihr Arbeitsverhältnis sogar beenden. 

Bei einer Gallup-Studie zeigte sich, dass bei der Hälfte aller Beschäftigten, die sich ausgebrannt fühlten, die Mitarbeiterbindung gegen Null sinkt. Sie werden bei nächster Gelegenheit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den Arbeitsplatz wechseln. Oder sie bleiben, haben aber „innerlich gekündigt“, das heißt, ihre Leistung und ihre Produktivität sinken.

Lass Zahlen sprechen
Zur Untermauerung dieses Arguments kannst du, sofern vorhanden, Ergebnisse aus eurer letzten Mitarbeiterumfrage zum Thema Bindung hernehmen oder solche aus Exit-Interviews mit Personen, die das Unternehmen verlassen haben. Auch euer eNPS könnte hierfür überzeugende Argumente liefern.

 

ARGUMENT VIER
Mental starke Mitarbeitende sind produktiver.

Je nach Studie werden Produktivitätsverluste wegen schlechter mentaler Gesundheit 2x-4,5x so hoch eingeschätzt wie Kosten wegen psychisch bedingter Krankheitstage. Ebenso gilt, dass Menschen, die sich bei der Arbeit wohlfühlen, produktiver sind. Und die Gleichung gilt auch andersherum: Das Gefühl, produktiv zu sein, beeinflusst die mentale (und sogar die körperliche) Gesundheit positiv. Great Place to Work stellte dieses Jahr fest, dass der Umsatz pro Mitarbeitendem im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent stieg und die Bereitschaft der Arbeitskräfte, bei der Arbeit mehr zu leisten, ist in „Great Places to Work“ um fast 70 Prozent höher als im Schnitt.

Mehr Details zu dem Thema findest du in unserem Artikel über den Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit und Produktivität.

 

ARGUMENT FÜNF
Programme für mentale Gesundheit machen Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver.

Im Jahr 2021 befragte Gallup Menschen in sieben europäischen Ländern, wie wichtig ihnen ganzheitliche Gesundheitsprogramme am Arbeitsplatz sind. 62 Prozent finden Unternehmen, die solche Programme anbieten, als Arbeitgeber attraktiver. Bei der Wahl eines neuen Arbeitsplatzes ist für 60 Prozent der Gen Z die aktive Unterstützung der mentalen Gesundheit im Unternehmen zu einem wichtigen Kriterium geworden.

Typische CEO-Fragen zu mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz

Zur guten Vorbereitung gehört auch das Vorwegnehmen von Fragen. Wir kennen die sieben Fragen, die CEOs während oder nach einer Präsentationen über mentale Gesundheit im Unternehmen gerne stellen, und haben sie hier für dich beantwortet:

CEO-FRAGE 1: Warum brauchen wir das?

Die Unterstützung der mentalen Gesundheit wird einen messbaren Einfluss auf wichtige Kennzahlen haben. Mittelfristig wird sie sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken und längerfristig auch auf die Mitarbeiterbindung, die Fehlzeiten und die Produktivität. Programme zur Förderung der mentalen Gesundheit sind ein Mitarbeiterbenefit, das nachweislich genutzt und geschätzt wird.

CEO-FRAGE 2: Passt so etwas zu uns?

Überlege dir vorab, wie das geplante Programm zu den Werten, der Mission und den Strategien deines Unternehmens passt und stelle Verbindungen dazu her.

CEO-FRAGE 3: Warum gerade jetzt? Wieso hat das aktuell Priorität?

Hier gibt es zwei mögliche Antworten: Du planst solch ein Programm, weil sich intern ein Bedarf gezeigt hat. Vielleicht ist die Zufriedenheit der Mitarbeitenden gesunken oder die Fluktuation gestiegen. Ist das nicht der Fall, empfiehlt sich solch ein Programm, um zu verhindern, dass Probleme wie diese künftig entstehen. Deine Initiative hat dann eine präventive Funktion und ihr könnt damit Kosten vermeiden.

CEO-FRAGE 4: Wann werden wir erste Erfolge sehen?

Hier kommt die Roadmap ins Spiel, die du dir für die Implementierungsphase und danach überlegt hast (siehe oben). Sprich am besten auch mit dem Lösungsanbieter. Er kann dir helfen, hier die effizientesten Maßnahmen zur Erfolgsmessung zu planen. Nutzungszahlen erhältst du von deinem Anbieter in der Regel nach wenigen Wochen, weitere Zahlen sollten nach ca. 6 Monaten verfügbar sein.

CEO-FRAGE 5: Über welchen Zeitrahmen sprechen wir hier?

Auch hier solltest du dich vorab mit dem Lösungsanbieter abstimmen. Gemeinsam mit ihm kannst du die ersten Schritte für dich und deine Abteilung definieren und einen konkreten Implementierungsplan besprechen. Überlege dir auch, wann eine erste Erfolgsmessung sinnvoll sein könnte, und wie diese ablaufen würde.

 

Fazit: Fragen kostet nichts

Durch die Präsentation mit deinem CEO musst du nicht alleine durch. Lösungsanbieter wie Likeminded haben viel Erfahrung mit dem Thema und können dir viele nützliche und für dich und dein Unternehmen relevante Informationen liefern, die dir helfen, deinen Standpunkt beim Führungsteam gut rüberzubringen. Vereinbare einfach einen Beratungstermin mit einem oder einer unserer Expert:innen.

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